Prüfungstag

Heute war nun Prüfungstag. Ich habe mir aber gestern dennoch nicht den Tag verderben lassen. Ich wusste ja außer den Vokabeln kaum, was ich lernen sollte. Aber da schau ich eh immer wieder rein und versuche, mir die Dinger einzutrommeln.

Als erstes mussten wir einen Text schreiben. Ich hatte mich für einen Report entschieden. In 45 Minuten 140-190 Wörter zum Thema, wie man am besten Englisch lernen sollte. Am Ende musste ich mich bremsen, um die Wörterzahl nicht zu überschreiten. Aber beim Abschreiben korrigierte ich noch Kleinigkeiten, am Ende waren es 175 Wörter. Punktlandung! Nach dem Grammatiktest, der danach folgte, bekamen wir bereits die Ergebnisse. Die Textteile und theoretischen Anforderungen an einen Report hatte ich weitestgehend erfüllt und hatte am Ende 21 Punkte von möglichen 25. Es war nach Michele mit 22 Punkten das zweitbeste Ergebnis in der Klasse. Ich war sehr zufrieden mit mir. Allerdings liegt mir das auch ganz gut und außer dem Fakt, dass ich immer ein paar denglische Formulierungen drin habe, die ich eleganter formulieren könnte, fällt mir so eine Aufgabe relativ leicht.

Im vorbereitenden Grammatiktest, den ich als Hausaufgabe mal gemacht hatte, hatte ich ca. die Hälfte richtig. Michael sagte, normalerweise beim ersten Test liegt die Norm bei 35 %. Mal schauen, was da so rauskommt. Verstehendes Lesen geht ja auch immer noch, allerdings sind die Aufgaben auch echt schwer. Man muss schon ganz schön viel gut verstehen, wenn man die spitzfindigen Fragen beantworten will. Viel problematischer ist für mich verstehendes Hören. Da werden Dialoge vom Band abgespielt und wir müssen Fragen dazu beantworten. Total spitzfindig manchmal und die Leute reden unglaublich schnell und teilweise undeutlich oder mit starkem Akzent, dass man echt Mühe hat, das zu verstehen. Aber was solls, Ich bin gespannt, was rauskommt. Ergebnisse gibt’s morgen.

Was mach ich aber mit dem Tag heute? Ich habe noch ein wichtiges Ziel, die Grouse Mountains. Die sind aber für Freitag geplant, gemeinsam mit Michele und anderen aus der Klasse. Ansonsten habe ich meine Pläne weitestgehend umgesetzt. Da aber schönes Wetter war, lohnt es sich dann doch eher, eine Außenaktivität zu machen.

Nach dem Entdecken des Trump-Towers und seiner besonderen Architektur bin ich heute einfach losgezogen, um noch ein paar andere Skyscraper, wie man so schön im Englischen zu den Wolkenkratzern – oder übersetzt: Himmelskratzern – sagt, zu fotografieren.

Erst mal gabs den Living Shangri-La – das höchste Gebäude von Vancouver. Es hat wie auch der Trump-Tower 69 Etagen, scheint aber ein paar cm höher zu sein. Es ist wie ein Triangel gebaut, also hat eine dreieckige Grundfläche.

Bei meinem Schlendern durch die Stadt kam ich auch irgendwann auf die Robsen Street, die bekannt ist als Einkaufsmeile. Allerdings kaum für mich. Gucci, Zara und Läden solcher Coleur sind nicht meine Preisklasse. Aber eins leistete ich mir dann doch: Victorias Secret! Es war das erste Mal, dass ich einen Laden von Victorias Secret gesehen habe. Ein schicker und moderner Einkaufstempel, auf einer Videoleinwand war die letzte Fashionshow mit all den extrem langbeinigen Engeln zu sehen.

Es war interessant, dort rumzuschnuppern. Aber die Wäsche ist dort echt nicht meins. Ich zieh ja nun wahrlich nicht Omas Geripptes an, aber damit kann ich mich eben einfach nicht anfreunden. Ich habe mir eine Badetasche gekauft, da ich eh etwas Neues brauchen kann. Und damit habe ich ein schönes Andenken.

Ansonsten bummelte ich noch bis nach Gastown, habe also wieder mal die halbe Stadt durchmessen. Eigentlich wollte ich nochmal zum Irish Pub, bin aber irgendwie eine Straße zu früh abgebogen. Hatte extra in einer Nudelderia – der Name ist meine eigene Kreation, es war irgend so eine Nudelküche – etwas gegessen, damit ich das Pint Guinnes vertrage. Es sollte nicht sein.

Also wanderte ich noch zur Waterfront und fuhr nach Hause. Heute gab es zum Dinner gebackenen Lachs. Er war sehr lecker.

Hier noch ein paar Impressionen von Skyscrapern in Vancouver:


Dieses kleine scheinbar unbewohnte Haus wird es sicher nicht mehr lange geben. Zu exclusiv ist die Lage.

Dieses Gebäude im Hintergrund fasziniert, da es überall schräg gebaut ist und es nach links oben immer breiter wird. Wenn man direkt davor steht, hat man das Gefühl, die Glasfront würde auf die Straße kippen wollen.

Aber neben der Glasfront ist auch im unteren Bereich alles entsprechend „schief“.

Das Harbour Center mit dem Lookout obendrauf ist wohl das höchste freistehende Gebäude in British Columbia. Es wurde bereits 1974-77 gebaut und hat 28 Etagen. Man sieht deutlich den gläsernen Fahrstuhl in der Mitte des Gebäudes hochfahren.

Das Marine-Building (links) wurde bereits 1930 gebaut und war damals das höchste Gebäude der Stadt, auch das glamouröseste. Das im Art deco Stil gebaute Gebäude hat 22 Etagen und wirkt in der unmittelbaren Nähe des rechten Hochhauses doch eher beschaulich. Es soll jetzt wohl einen Wert von ca. 90 Millionen Dollar haben. Einst wurde es für 2,3 Millionen Dollar gebaut.  

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