Ankunft in Vancouver

Die Stadt begrüßt mich mit einem strahlenden Lächeln. Ich hatte mir ein paar Kanadische Dollar eingetauscht, da ich mir ja gleich eine Fahrkarte kaufen musste. Da alles nur an SB-Terminals geht, bat ich um die Hilfe eines jungen Mannes, der mich auch genau einwies und zeigte.

Ab in den Skytrain, der dieses Wort eigentlich nur am Anfang verdient. Dann wird er doch zur U-Bahn. Ich fahre bis zur Waterfront und steige um in die Expo-Line. Drei Stationen U-Bahn und ich komme zwischen etlichen Hochhäusern raus. „Links raus und das erste Hochhaus….“ Hmmm, so ganz einfach ist es dann doch nicht. Links ging nämlich gar nicht. Ich hatte offensichtlich den falschen Eingang erwischt. Mit ein bissel Rundumlaufen fand ich dann aber das Haus und fragte mich durch, wie ich da nun die Beschreibung meines Hausherren umsetzen kann. Eine Nummer am Haustelefon anrufen, rein, Fahrstuhl, 12. Etage, Klopfen, er lässt mich rein….  Die ganze Geschichte machte mir schon ein freundlicher Hausbewohner zunichte, der mich mit reinnehmen wollte. Im Fahrstuhl in der 8. Etage dann: „Ich kann nur in die 8. Etage, weiter geht’s nicht mit meinem Chip.“ Super, ich wieder runter. Mit dem Nummernwählen klappte das irgendwie nicht so recht. Irgendwas hatte ich verpeilt. Aber es gibt ja die Security in so einem Haus und der Herr half mir, dass ich zumindest in die 12. Etage kam. Auf mein Klopfen hin rührte sich keiner. Ohje, es ist jetzt nach alter Zeit nachts nach um 3, ich bin totmüde und keiner da.

So einfach an der Tür klinken macht man ja als guterzogener Mensch auch nicht.

Glücklicherweise fiel mir ein, dass ich mich ja im WLAN anmelden könne, die Daten hatte ich ja. Schnell ne Mail, innerhalb von Sekunden die Antwort. „Tür ist offen, ich komme später.“ Das nenne ich ja mal Vertrauen.

Dieser Anblick erwartete mich bei meiner Ankunft.

Als erstes schmiss ich alles von mir und fiel ins Bett. Vier Stunden später ging die Tür.

Flo ist ein sehr angenehmer und netter Typ. Er ist eigentlich Franzose, lebt aber bereits seit 20 Jahren im englischsprachigen Bereich und ist mittlerweile Kanadier. Hat viel Arbeit, aber auch genügend Zeit, um viel Ski zu fahren. Er war in der vergangenen Saison immerhin 40 Tage auf der Piste. Und Freitag will er auch noch einmal gehen. Das geht dort oben noch und bei dem Wetter fährt er wohl mit Shorts und T-Shirt. So ganz hab ich das nicht abgenommen, weiß nicht, ob es vielleicht doch eher ein Joke war.

Und nun ist die Skisaison fast vorbei und nun kann er auch wieder mehr reisen. In zwei Wochen fliegt er nach Toronto für einen ganzen Monat. Arbeiten, Freunde treffen.

Wir verabschieden uns schnell, es ist immerhin fast um 11. Und ich schlafe doch tatsächlich bis morgens um 6. Werde schon in die Zeit hier reinkommen.

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